dbv-Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013

BIB-Plakat

BIB-Plakat

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) hat Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl am 22. September 2013 erarbeitet. Diese fassen die wesentlichen Fragen der Bibliotheken an die Kultur- und Bildungspolitik in der neuen Legislaturperiode zusammen. Die Wahlprüfsteine wurden an die Parteien übermittelt, die bis zum 14. Juni 2013 antworten können. Danach werden die Positionen der Parteien zu den Wahlprüfsteinen veröffentlicht. Der dbv möchte die Antworten der Parteien auf einer im Juni geplanten Podiumsdiskussion präsentieren und entsprechend thematisieren.
Unsere Frauen- und Lesbeneinrichtungen könnten diese Wahlprüfsteine für Gespräche mit politisch Verantwortlichen vor Ort nutzen; deshalb auch ab Ende Juni auf die Veröffentlichung achten.

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ATGENDER Spring Conference in Göteborg

http___www.atgenderAm morgigen Freitag, 26.04.2013, beginnt in Göteborg die ATGENDER Spring Conference. Daran werden aus unserem i.d.a.-Dachverband Stefanie Pöschl vom META-Projekt und ich von der Genderbibliothek teilnehmen. Steffi wird in einem Vortrag unser META-Projekt vorstellen. Beide werden wir an den WINE-Treffen teilnehmen und auch die Bibliothek KVINNSAM besuchen.

Am Freitagabend wird der neue Titel aus der Reihe Teaching Gender Studies  in einer Buchvorstellung erstmals präsentiert. Diesmal geht es um TEACHING GENDER WITH LIBRARIES AND ARCHIVES: THE POWER OF INFORMATION. Den Band haben Sara de Jong und Sanne Koevoets (Wien; Utrecht) herausgegeben. Darin berichten Spezialistinnen aus Frauen- und Genderbibliotheken und -archiven aus verschiedenen europäischen Ländern über ihre Arbeit mit dem Ziel, die  Frauen-/Geschlechterforschung  und -bewegung zu dokumentieren und weiter anzuregen. Das Buch ist für Lehre und Studium geschrieben, um mit verschiedenen Möglichkeiten die Ressourcen aus den speziellen Archiven und Bibliotheken aufzuzeigen und nutzbar zu machen. Für i.d.a. werden wir drei Exemplare mitbringen und verteilen. Wer ist daran interessiert?

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Dokumentarfilm zu Gender in Bibliotheken

Grimm-Zentrum

K. Aleksander

Während des gerade zu Ende gegangenen 5. Bibliothekskongresses in Leipzig (12.-14.03.2013) fand auch wieder unsere AG Gender/Diversity in Bibliotheken statt, die wir beim letzten Bibliothekstag in Hamburg erfolgreich gegründet hatten. Diesmal zeigten wir den Dokumentarfilm von Danilo Vetter (ehemaliger studentischer Mitarbeiter der Genderbibliothek beim ZtG HU Berlin) mit dem Titel „Die geschätzte Kollegin vom festgezurrten Haupthaar“ : Gender (k)eine Frage in Bibliotheken?. Darin werden vier Bibliothekarinnen (Helga Lüdtke, Margit Hauser, Elisabeth Wiesbaum und Monika Bargmann) in Verbindung mit wichtigen Gender-Themen der Bibliotheksarbeit interviewt (Frauenberuf, Feminismus, Gender Mainstreaming, Stereotyp). Das alles ist sehr gut inszeniert und aussagekräftig.
Während der AG wurde gut diskutiert und auch wegen der Vorankündigung auf einer Bibliotheksliste gab es mehrere Anfragen, wie der Film zu bekommen ist. Danilo Vetter hat den Dokumentarfilm inzwischen öffentlich frei gegeben. Er kann auf youtube.com unter seinem Namen oder einem Titelstichwort gefunden werden.
Das ist eine gute Möglichkeit, den Film für Eure Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, Leute einzuladen und darüber zu diskutieren. Der Film dauert ca. 45 Min.
Viel Spaß und Erfolg!

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Neue Datenbank zu geschlechtsspezifischer Gewalt

Das Resource and Documentation Centr (RDC) des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius präsentierte gestern und heute zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft  von Zypern in Nicosia eine neue Datenbank mit internationalen Ressourcen zu Genderthemen. Das Pilotprojekt startete zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt. Diese Datenbank ist auf der Internetseite des  RDC für alle Interessierten zu nutzen. Entstanden ist die Datenbank in Zusammenarbeit von sechs europäischen Dokumentationszentren und Bibliotheken, die sich mit Genderfragen beschäftigen – und zwar aus den Niederlanden, aus Belgien, Luxemburg , Schweden und der BRD. Aus unserem i.d.a.-Netzwerk sind Cid-femmes aus Luxembourg und die Genderbibliothek des ZtG an der HU Berlin  im Pilotprojekt vertreten.
Die Datenbank stellt erstmals in Europa über 26.000 Datensätze zum Thema „geschlechtsspezifische Gewalt“ in mehreren Sprachen bereit. Das Thema selbst wird inhaltlich sehr breit widergespiegelt – von physischer Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, über sexuelle Gewalt, Zwangsheirat, Prostitution und Menschenhandel bis zu Stalking, Mobbing und sprachlicher Gewalt.
Die gemeinsame Arbeit an dieser Datenbank soll in der Zukunft fortgesetzt werden, mit weiteren Themen und weiteren Institutionen. Deshalb ist es wichtig, die Datenbank des bisherigen Pilotprojekts zu testen und mögliche Wünsche und Anmerkungen an Cid-femmes oder an die Genderbibliothek zu melden.
Weitere Informationen liefert eine kleine Publikation zum Pilotprojekt auf Deutsch. Bitte helft mit, diese Datenbank bekannt zu machen.

 

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47. Tagung der Lesben-/Frauenarchive und -bibliotheken in Kassel

Am kommenden Wochenende findet vom 19.-21.10.2012 die 47. Tagung der Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -Informations- und Dokumentationsstellen statt. Viele dieser Einrichtungen sind im Dachverband i.d.a. organisiert. Der Dachverband vereint zurzeit 36 kleine und große, regionale und nationale, öffentlich geförderte und gemeinschaftlich geleitete Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum, nämlich aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Norditalien und der Schweiz.

Das Treffen in Kassel steht unter dem Thema Auf der Datenbahn durch Europa – Zugangswege zu und Vernetzung von Quellen zur Geschlechtergleichheit.

Den Eröffnungsvortrag wird Kathrin Ganz von der TU Hamburg-Harburg halten zum Thema: Die Archive ins Netz und das Netz in die Archive : Lesben/Frauenarchive in der digitalen Welt.
Die verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigen sich während des Treffens

  • mit dem Personendatenschutz bei Online-Findmitteln,
  • mit der Deutschen Digitalen Bibliothek/EUROPEANA,
  • mit der Personennormdatei und dem Projekt Deutsche Biografie,
  • mit Lobbyarbeit,
  • Feministischer Archivpädagogik und
  • mit der internationalen Arbeit des Dachverbandes.

Außerdem findet ein Workshop zu Sozialen Netzwerken statt, in dem auch praktisch geübt wird, wie Facebook und Wikipedia genutzt werden können.
Natürlich gibt es wieder die Möglichkeit das veranstaltende Archiv der Deutschen Frauenbewegung zu besichtigen und bei einem geführten Stadtrundgang Casselerinnen aus zwei Jahrhunderten kennenzulernen.

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Neue Publikationen vom European Institute for Gender Equality

Gerade zurück von einem Treffen im European Institute for Gender Equality (EIGE)  in Vilnius, bei dem es um den fachlichen Austausch ging,  wie das zum Institut gehörende Resource and Documentation Centre (RDC) seine Aufgaben am besten erfüllen kann, möchte ich die neuesten Publikationen von EIGE empfehlen.
Bei den Publikationen handelt es sich um Ergebnisse zu den Themen:
1. Gender Equality and Climate Change – Main Findings; auch der Report verfügbar

2. Main Findings: Review of the Implementation of the Beijing Platform for Action: Women and the Economy (auch auf Deutsch vorhanden; auch ein Report auf Engl.))

3. Good Practices in Gender Mainstreaming: Towards effective gender training

Weitere Publikationen des Instituts, wie z.B. EU-Grundsatzpapiere zur Geschlechtergerechtigkeit, zum Beijing-Folgeprozess, Jahresberichte und welche Dokumente in welchen  Sprachen vorhanden sind, können auf der Webseite angesehen werden.
Wer für die Bibliothek  besser Dokumente in Papierform bestellen möchte, kann das über den EU-Bookshop tun.

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Diskussion zur Umbenennung des Bibliothekartages gestartet

Gestern, am Abend des Internationalen Frauentages am 8. März 2012, wurde im Blog des Vereins der Deutschen Bibliothekare endlich die Diskussion zur Umbenennung des Bibliothekartages gestartet. Mit einem Antrag im Vorfeld des 100. Bibliothekartages an 6 bibliothekarische Vereinigungen in Deutschland und Österreich (das war Anfang Mai 2011!) hatten Jana Haase vom BIB und ich vom VDB in Zusammenarbeit mit Kolleginnen aus österreichischen Bibliotheken vorgeschlagen, den bisherigen Namen „Bibliothekartag“ (der in Österreich auch noch so heißt) in BIBLIOTHEKSTAG zu ändern .
Noch einmal zur Erinnerung: In unserer Begründung zum Antrag verweisen wir darauf, dass die alte Bezeichnung nicht nur aus Gründen der geschlechtersensiblen Sprachverwendung und des 80-prozentigen Anteils von arbeitenden Frauen in Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß ist.  Sie umfasst auch längst nicht mehr die Vielzahl von Berufen und Tätigkeiten, die im Einklang mit der technischen Entwicklung heute in Bibliotheken arbeiten.
Aus all den aufgeführten Gründen ist die Umbennung wichtig und richtig. Sprache soll die Realität abbilden und sie auch positiv beeinflussen! Aus diesem Grunde ist sehr zu begrüßen, dass der Vorstand des VDB vorschlägt, im Rahmen der Satzungsänderung, für die es beim letzten Bibliothekartag in Berlin eine Mehrheit mit nur drei Gegenstimmen für meinen Vorschlag einer geschlechtergerechten Umformulierung gab, auch die alte Bezeichnung in „Verein der Deutschen Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ umzubenennen (was in Österreich bereits der Fall ist)!
Dem Vorstand ist die geschlechtergerechte Benennung laut Stellungnahme ein wichtiges Anliegen, weshalb „der eingeführte Name ‚Deutscher Bibliothekartag‘ um einen Zusatz ergänzt werden (sollte), der diesem Aspekt Rechnung trägt.“
Was könnte das sein? Wie kompliziert soll das werden? Jetzt kommt es darauf an, Gesicht zu zeigen! Wer einen Vorschlag hat und sich auch sonst an der Diskussion im Weblog des VDB beteiligen möchte, sollte das tun. Unseren eingereichten Antrag hatten bereits damals 45 Kolleginnen und Kollegen unterschrieben; auch während der Langen Nacht der Bibliotheken in Berlin erhielt der Antrag regen Zuspruch (25 Unterschriften). Ich bitte alle, die damals unterschrieben haben, sich auch jetzt in diesem Online-Forum zu melden. Es reicht ja ein Satz mit Einverstanden oder nicht.
Bitte unterstützt unseren Antrag und verschickt den Artikel auch an viele andere!
Dr. Karin Aleksander /Genderbibliothek des ZtG HU Berlin

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