i.d.a.-Pressemitteilung: Freude über Anerkennung von Frauenarchiven

Der  Dachverband  der  Lesben-/Frauenarchive,  -bibliotheken  und  –dokumen-tationsstellen  i.d.a.  –  informieren,  dokumentieren,  archivieren  begrüßt  die  zugesagte Finanzierung  für  den  FrauenMediaTurm  in  Köln  aus  dem  Bundesfrauenministerium für die nächsten vier Jahre. Damit scheint vorerst die Arbeit gesichert und die Stellen der dort beschäftigten Kolleginnen können erhalten bleiben.
Die Förderung des FrauenMediaTurms bedeutet gleichzeitig eine bundesweite Anerkennung  der  Dokumentation  und  Archivierung  von  Frauengeschichte.  Denn  ohne diese Orte der Aufbewahrung und Aufarbeitung kann es keine Zukunft geben. Frauen kamen so gut wie nie in der traditionellen Geschichtsschreibung vor und noch weniger die Frauenbewegungen. Erst mit den Lesben-/Frauenarchiven und –dokumentationsstellen  wurde  und  wird  diese  Lücke  geschlossen.
Umso  bedeutender  ist  es nun,  dass  von  Seiten  der  Bundesregierung  jetzt  erstmalig  ein  klares  Zeichen  der Wertschätzung gesetzt wurde. „Ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so die Vorstandsfrau des Dachverbands i.d.a. Sabine Balke aus Berlin.
In  dem  Dachverband  sind  37  Einrichtungen  aus  dem  deutschsprachigen  Raum
zusammengeschlossen:  30  aus  Deutschland,  4  aus  Österreich,  je  eine  aus  Luxemburg,  Italien  (Südtirol) und der  Schweiz.  Es  handelt  sich  um die  unterschiedlichsten Archive,  Dokumentationsstellen  und  Bibliotheken,  die  seit  den  1970-er  Jahren  aus der Frauenbewegung heraus entstanden sind. Diese sammeln teils landesweit, teils regional oder thematisch eingegrenzt relevante Dokumente. Neben dem FrauenMediaTurm existieren weitere herausragende Einrichtungen:
– das Lesbenarchiv Spinnboden, Berlin,
– das Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum FFBIZ, Berlin,
– das Archiv der deutschen Frauenbewegung addf, Kassel,
– das Frauenarchiv und Dokumentationszentrum belladonna, Bremen,
– das Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung STICHWORT, Wien,
und auch weitere bundesweit arbeitende Frauenarchive,  die in Absprache miteinander die Überlieferung der Frauenbewegungen in Deutschland sichern.
Aus  dem  Wissen  heraus,  dass  Frauenarchive  in  ganz  Deutschland  einer  engagierteren finanziellen  Förderung  bedürfen,  hatten  das  FFBIZ, das  Archiv  der  deutschen Frauenbewegung,  Spinnboden  Lesbenarchiv  &  Bibliothek  und  der  Dachverband i.d.a.  2008  ein  entsprechendes  Konzept  auch  beim Bundes-ministerium  für  Frauen eingereicht – bisher ohne Erfolg.
Wir  würden  uns  wünschen,  dass  die  im  i.d.a.-Dachverband  vertretenen  bundesweit sammelnden Archive ebenso die Anerkennung des Bundesfrauenministeriums erfahren können wie jetzt der FrauenMediaTurm in Köln.
Sabine Balke E., Margit Hauser, Susanne Knoblich
Vorstand i.d.a.-Dachverband

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